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Hiltrud Lotze Foto: SPD Lüneburg
Hiltrud Lotze

22. Februar 2017: 40 Jahre Gorlebenentscheid – 40 Jahre Protest

Anlässlich des 40sten Jahrestages der Entscheidung des CDU-Ministerpräsidenten Albrecht für Gorleben als Endlagerstandort erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Hiltrud Lotze:

„Vor 40 Jahren, am 22. Februar 1977 verkündete der damalige niedersächsische Ministerpräsident Ernst Albrecht (CDU), dass in Gorleben ein Endlager für die deutschen Atomabfälle errichtet würde. Er fällte diese Entscheidung gegen jeglichen wissenschaftlichen Rat, denn Gorleben stand längst nicht mehr auf der Liste der möglichen Standorte.

Diese rein politische Entscheidung löste eine Welle von Protest aus, die bis heute anhält.

Diesem Protest, dieser Bewegung quer durch die Bevölkerung, verdanken wir es im Wesentlichen, dass wir heute die Ergebnisse der Endlagerkommission in einem Gesetz umsetzen wollen, mit dem die Standortsuche endlich auf eine allgemein akzeptierte Grundlage gestellt werden soll.

Wissenschaftlich objektive Kriterien und eine Einbeziehung der Bevölkerung in jedem Stadium sind die Grundlagen der neuen Suche. Also das genaue Gegenteil der damaligen CDU-Entscheidung.

Das Wichtigste ist, dass der Suchprozess von allen akzeptiert wird, aus diesem Grund wurde Gorleben nicht von vornherein ausgenommen. Ich bin aber der festen Überzeugung, dass mit den Kriterien des neuen Suchprozesses die Geschichte Gorlebens als Endlagerstandort beendet ist.

40 Jahre Engagement, Widerstand und Durchhaltevermögen haben Wirkung gezeigt. Vollständig wird der Erfolg aber erst sein, wenn Gorleben nur noch ein einfacher Salzstock sein wird.

Ich danke allen Menschen, die sich in diesen Jahren unverdrossen für diesen Erfolg eingesetzt haben.

Im Laufe der vierzig Jahren sind sehr viele Menschen in diesen Konflikt involviert gewesen. Nicht nur die Menschen, die protestiert haben, sondern auch zig tausend Polizisten, die eine falsche politische Entscheidung verteidigen mussten, zahlreiche Menschen, die versuchten die Konflikte zu lösen, und nicht zu vergessen die Menschen, die im Bergwerk ihrer Arbeit nachgingen und noch heute dort tätig sind und jetzt den Standort Gorleben für den Offenhaltungsbetrieb vorbereiten. Ihnen allen gilt unser Respekt.“

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