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SPD und Gleichstellung

8. März 2017: Gleichstellung bedeutet Gerechtigkeit, Freiheit und Demokratie

Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März und der Bedeutung von Gleichstellung und Gerechtigkeit erklärt die SPD-Bundestagsabgeordnete Hiltrud Lotze:

„Der Internationale Frauentag ist heute so wichtig, wie schon lange nicht mehr. Rechtspopulisten und Nationalkonservative fordern eine Rolle rückwärts. Sie wollen Frauen zurück an den Herd schicken und propagieren ein sogenanntes traditionelles Familienbild.

Wir brauchen aber nicht weniger Frauenrechte, sondern mehr. Fast einhundert Jahre her, dass Frauen das Wahlrecht bekommen haben. Wir haben seitdem viel erreicht. Frauen sind heute deutlich unabhängiger.

Die Rechte der Frauen bedeuten auch Demokratie und freiheitliche Werte. Dabei geht es um eigenverantwortliche Selbstbestimmung: Frauen sollen ihr Leben so gestalten können, wie sie es wollen – frei von Gewalt und frei in ihren Entscheidungen; egal ob mit oder ohne Kinder. Familie und Beruf sollen für Mütter und Väter problemlos vereinbar sein; in einer Partnerschaft genauso wie für Alleinerziehende.

Wir brauchen volle Gleichstellung und volle Selbstbestimmung. Wir werden wieder für mehr Gerechtigkeit sorgen und neues Vertrauen in unseren Sozialstaat und unsere Demokratie aufbauen. Dafür steht die SPD, dafür tritt Martin Schulz und dafür trete auch ich an.

Auch im Berufsleben ist mehr Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern nötig: Warum bekommen Frauen im Durchschnitt 21 Prozent weniger Lohn als Männer? Über 80 Prozent der Bevölkerung finden den Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern ungerecht.

Gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit, das ist die Position der SPD. Um das zu erreichen, müssen wir zum Beispiel soziale Berufe aufwerten. Das haben mir die vielen Gespräche gezeigt, die ich mit den zahlreichen Mitarbeiterinnen von sozialen Einrichtungen in Lüneburg und Lüchow-Dannenberg geführt habe. Sie alle verdienen mehr Respekt und Anerkennung und damit auch mehr Geld auf dem Lohnzettel.

Ich bin mir sicher: In diesem Jahr geht ein wichtiges Signal vom Entgelttransparenzgesetz aus, das noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden soll. Transparenz in den Unternehmen herzustellen ist eine Grundvoraussetzung für die Bekämpfung von Lohndiskriminierung aufgrund des Geschlechts. Denn viele Frauen, und auch Männer, wissen nicht, dass sie schlechter bezahlt werden als ihre Kolleginnen oder Kollegen. Ein individuelles Auskunftsrecht nimmt die Unternehmen durch das Gesetz in die Pflicht.

Das ElterngeldPlus und die von der SPD geplante Familienarbeitszeit, gegen die sich die Union sträubt, sind weitere Schritte in die richtige Richtung. Die Gleichstellung ist aber noch lange nicht am Ziel. Ich werde mich weiter dafür einsetzen und freue mich über viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter.“

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