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Foto: SPD Lüneburg

2. September 2016: Tierhilfe Wendland und Hutewaldhof Riskau

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Im Rahmen ihrer Sommertour besuchte die SPD-Bundestagsabgeordnete Hiltrud Lotze auch die Tierhilfe Wendland in Metzingen. Hier kümmern sich Heidi Konopatsch, Ingrid Bergschmidt und Tina Heine in erster Linie um herrenlose Katzen. Ein ganz anderes Schicksal haben die Angler-Sattelschweine auf dem Hutewaldhof in Riskau.

Im Rahmen ihrer Sommertour besuchte die SPD-Bundestagsabgeordnete Hiltrud Lotze auch die Tierhilfe Wendland in Metzingen. Hier kümmern sich Heidi Konopatsch, Ingrid Bergschmidt und Tina Heine in erster Linie um herrenlose Katzen. Die drei Frauen, die sich ehrenamtlich in der Tierhilfe engagieren, berichteten, dass monatlich rund 6.000 Euro fehlten, um die grundlegende Versorgung der Fundtiere sicherzustellen. „Die finanziellen Schwierigkeiten der Tierhilfe Wendland zeigen, dass eine Lücke im Tierschutzgesetz besteht. Dadurch fehlt die klare Zuständigkeit, wer finanziell für Fundtiere aufkommen muss. Eine Regelung zwischen Bund, Ländern und Kommunen ist überfällig.“ Dies betreffe auch die Finanzierung der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die nicht gesichert ist. Hiltrud Lotze verdeutlichte: „Tiere sind Mitgeschöpfe. Wir Menschen haben eine Verantwortung für sie. Ich würde mir deswegen wünschen, dass für die Tierhilfe Wendland gemeinsam mit dem Landkreis eine Lösung gefunden wird.“

Hutewaldhof Foto: Lajos A. Rakow

Ein ganz anderes Schicksal haben die Schweine auf dem Hutewaldhof in Riskau. Auf dem 10 Hektar großen Hof leben die Tiere das ganze Jahr im Freien und finden Schutz in speziellen „Schweinebungalows“, kleinen Wellblechhütten, die gut isoliert sind und es ermöglichen, dass die Schweine bis minus 20 Grad Celsius draußen sein können. „Die Angler-Sattelschweine sind eine vom Aussterben bedrohte Haustierrasse“, so Kathrin Ollendorf und Holger Lindau, die den Hutewaldhof betreiben und das Fleisch der Tiere direkt vermarkten. Das Konzept überzeugte Hiltrud Lotze: „Die Tiere haben dauerhaften Zugang zu frischem, vielfältigem Grün direkt vom Acker, das extra für sie angebaut wird. Sie können in der Erde wühlen und sich in Pfützen suhlen. Im Herbst gehen sie im Wald auf Nahrungssuche. Der Unterschied zur Tierhaltung in der konventionellen Landwirtschaft wird da sehr deutlich.“ Die mediale Aufmerksamkeit und steigende Nachfrage nach dem Fleisch der Angler Sattelschweine bestätigen: die Idee des Hutewaldhofes wird von den Verbrauchern angenommen und durch höhere Preise für das Kotelett honoriert.

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